Rückschau

 

Der Drache

Regie: Matthias Suske

Neuer Burgsaal Perchtoldsdorf, 2025

Seit Jahrhunderten beherrscht ein Drache eine Stadt, fordert Opfer und Nahrung und verbreitet Angst – doch man hat sich an ihn gewöhnt, zumal er manche bevorzugt. Doch eines Tages nimmt jemand den Kampf auf. Das politische Märchen von Jewgeni Schwarz zeigt mit Humor diktatorische Strukturen und die Rolle der Menschen darin. Theater am Weinberg bespielt mit großem Ensemble, eigens komponierter Musik und Choreographien bildstark die Burg Perchtoldsdorf.

Original-Musik

Schauspiel: Michael Fröschl, Alexander Furrer, Clemens-G. Göller, Christoph Grubauer, Georg Handler, Luz-Mary Karazmann, Rafael Klausner, Alice Rabl, Claudia Rabl, Brigitta Roenig, Annemarie Schwarz, Sascha Stefanakis, André Szabolcs Szelp. Dramaturgie und Bühnenbild: Matthias Suske. Musik und Sounddesign: Clemens-G. Göller. Choreographie: Birgit Unger. Kostüme und Dramaturgieassistenz: Gertrude Tartarotti. 

1/6Der Drache
© Theater am Weinberg

Die Verwandlung

Bearbeitung und Regie: Matthias Suske

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2023

Beklemmend wird eine Familie gezeigt, deren Mitglieder sich nahe sind und doch fremd bleiben. Das Anderssein eines Mitglieds wird nicht akzeptiert und führt zur Isolation. Franz Kafka verbindet selbstverständlich Absurdes mit Alltag und erzeugt so Irritationen. Die bildstarke Erzählung hat alptraumhafte und stummfilmartige Züge und inspirierte Regie und Ensemble zu spannenden wie humorvollen Choreografien und Dialogen. Trotz allem darf auch gelacht werden über diese „kafkaesken Figuren“.

Schauspiel: Theophanu Aigner, Sabrina Bartl, Lukas Brenner, Christoph Grubauer, Alice Rabl, Claudia Rabl, Elisabeth Rössler, Annemarie Schwarz. Bühnenbild: Matthias Suske.

1/6Die Verwandlung
© Carina Antl

Der Traum ein Leben

Bearbeitung und Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2022

Im Original von Franz Grillparzer will Rustan dem Dorf entfliehen. Vor dem Aufbruch träumt er: Durch eine fremde Heldentat gelangt er zu Ruhm und Macht, verstrickt sich jedoch in Lügen, Schuld und Mord. Als nur der Tod bleibt, erwacht er erleichtert und gibt seinen Lebenstraum auf, um bei seinen Lieben zu bleiben. Die freie Entscheidung wird ihm durch Angst genommen – eine persönliche Katastrophe. In unserer Fassung sind die Geschlechter vertauscht: Wie erlebt eine junge Frau dieses Schicksal?

Trailer

Schauspiel: Theophanu Aigner, Sabrina Bartl, Rafael Klausner, Emilia Kurka, Annette Lammer, Lukas Meier, Michael Meier, Alice Rabl, Isabell Riedl, Annemarie Schwarz.

1/5Der Traum ein Leben
© Theater am Weinberg

Wir sind noch einmal davongekommen

Regie und Dramaturgie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2021

Thornton Wilders Stück, 1942 während des Zweiten Weltkriegs entstanden, formuliert eine optimistische Idee: Trotz Katastrophen geht das Leben weiter. In witzig-grotesker, oft absurden Form zeigt er dies an der Familie Antrobus (von „Anthropos“). Zeit und Realität verschwimmen: George und Maggie sind zugleich Adam und Eva im New Jersey der 1940er-Jahre. Mit ihren Kindern überstehen sie Eiszeit, Sintflut und Krieg – und zugleich die Alltagsprobleme des Mittelstands.

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Schauspiel: Uschi Stöckl, Michael Fröschl, Rafael Klausner, Theophanu Aigner, Renate Ebermann, Michael Maier, Lukas Meier, Claudia Rabl, Alice Rabl, Elisabeth Rössler, Annemarie Schwarz, Annette Lammer.

1/4Wir sind noch einmal davongekommen
© Theater am Weinberg

Dosenfleisch

Regie und Dramaturgie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2020

Nach einem fatalen Unfall an einer abgelegenen Raststation untersucht Versicherungsvertreter Rolf eine mysteriöse Unfallserie. Dort begegnet er Beate und Jayne, die offenbar etwas verbergen. Je tiefer er nachforscht, desto mehr verstrickt er sich in ihr Netz – Abgründe öffnen sich. Ferdinand Schmalz entwirft ein bizarres Endzeitszenario, ein Roadmovie fürs Theater, das mit sprachlichem Witz Themen wie Heimatlosigkeit und die Suche nach Zugehörigkeit an diesem „Unort des Transits“ verhandelt.

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Schauspiel: Christine Kolbábek, Markus Oberhauser, Claudia Rabl, Alice Rabl, Stephanie Wiedenhofer.

1/5Dosenfleisch
© Theater am Weinberg

Der Parasit

Regie und Dramaturgie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2019

Eine bissige, erschreckend aktuelle Politsatire von Picard, bearbeitet von Schiller. Im Zentrum steht Selicour, ein mittelmäßiger Opportunist, brillant nur in Lüge, Schmeichelei und Betrug. Er passt sich nach oben an, tritt nach unten und macht sich bei Korrupten unentbehrlich. Gewandt entkommt er jeder Gefahr, während Aufrechte ihn nicht durchschauen oder unterlegen sind. Das Stück fragt: Wer gewinnt in der Politik – und wollen Menschen Wahrheit oder lieber die perfekte Lüge?

Schauspiel: Sabrina Bartl, Lukas Brenner, Renate Ebermann, Stefan Erhard, Rafael Klausner, Annette Lammer, Markus Oberhauser, Alice Rabl, Isabell Riedl, Annemarie Schwarz, Uschi Stöckl. Co-Regie: Christine Kolbábek.

1/6Der Parasit
© Theater am Weinberg

Don Juan kommt aus dem Krieg

Regie: Gertrude Tartarotti und Christine Kolbábek

Stationentheater im Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2018

Horváths Don Juan ist ebenso Verführter wie Verführer, Opfer wie Täter. Er sucht die unerreichbare Vollkommenheit, während Frauen ihm beweisen wollen, dass sie existiert. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrt ein junger Mann traumatisiert zurück; einzig die Erinnerung an seine verlassene Braut hielt ihn aufrecht. Nun sucht er sie, sein Ideal, irrt durch die Nachkriegszeit und erkennt in jeder Frau kurz das Traumbild – nur um sich wieder abzuwenden. Am Ende findet er das Ersehnte anders als erwartet.

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Schauspiel: Natalie Bauer, Renate Ebermann, Rafael Klausner, Edis König, Annette Lammer, Alice Rabl, Claudia Rabl, Isabell Riedl, Elisabeth Rössler, Annemarie Schwarz, Caitlin Stöckl, Uschi Stöckl, Mira Tartarotti, Stephanie Wiedenhofer. Musik: Rudolf Hargassner.

1/3Don Juan kommt aus dem Krieg
© Theater am Weinberg

Hotel zu den zwei Welten

Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2017

Das Hotel zu den zwei Welten ist ein rätselhafter Ort ohne Ausgang; der Lift ruft die Gäste. Schweigsames Personal und die geheimnisvolle Frau Doktor S. prägen die Atmosphäre. Im Foyer treffen eine Präsidentin, ein Magier und eine Putzfrau auf den Frauenhelden Julien, der nach einer nächtlichen Autofahrt hereinstolpert. Plötzlich geht es um den Sinn ihres Lebens. Eric-Emmanuel Schmitts übersinnliche Komödie verhandelt Liebe, Tod und die Suche nach Bedeutung im Angesicht der Ewigkeit.

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Schauspiel: Katharina Burger, Ibrahim Darwish, Rudolf Hargassner, Annette Lammer, Alice Rabl, Claudia Rabl, Elisabeth Rössler, Lukas Rössler, Annemarie Schwarz, Ursula Stöckl, Stephanie Wiedenhofer.

1/6Hotel zu den zwei Welten
© Theater am Weinberg

Die Chinesische Mauer

Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2016
Kulturankerfabrik F23, 1230 Wien, 2016

Max Frischs Die Chinesische Mauer, geprägt von Zweitem Weltkrieg und Hiroshima, fragt: „Kehrt der Unverstand unsterblich zurück?“ Die tragisch-komische Farce zeigt einen Kaiser, der einen Stummen als Volksverhetzer verfolgen lässt. Mit dem Bau einer Mauer will er die Zukunft verhindern. In einem Totentanz treten historische Figuren auf und spiegeln die Wiederkehr von Machtmissbrauch und Irrsinn in der Geschichte.

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Schauspiel: Natalie Bauer, Max Biwald, Lukas Brenner, Renate Ebermann, Rudolf Hargassner, Martin Kotynek, Annette Lammer, Lea Niemiec, Alice Rabl, Claudia Rabl, Elisabeth Rössler, Lukas Rössler, Annemarie Schwarz, Uschi Stöckl, Fabio Tartarotti, Peter Urschik, Stephanie Wiedenhofer. Co-Regie: Christine Kolbábek.

1/6Die Chinesische Mauer
© Theater am Weinberg

Woyzeck

Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2015

Theater am Weinberg macht für diese Produktion die Burg zur Zirkusarena: An diesem Schauplatz lässt Regisseurin Tartarotti Georg Büchners Drama Woyzeck ablaufen. Ein kleiner, heruntergekommener Wanderzirkus zeigt als Attraktion, wie ein Mensch zum Objekt gemacht und vernichtet wird. Tartarotti zeigt nicht nur das Tragische, sondern auch das Komisch-Groteske in dieser Geschichte.

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Schauspiel: Thomas Bauer, Lukas Brenner, Andreas Kolbábek, Christine Kolbábek, Alice Rabl, Isabell Riedl, Rafael Witak. Musik: Lukas Schretzmayer, Florian Nemeth.

1/6Woyzeck
© Theater am Weinberg

Alles verspielt!

Regie: Gabriele Gold

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2014

Acht Frauen einer Familie, acht Schicksale: In Alles verspielt! von Gabriele Gold steht ihr Alltag im Mittelpunkt – überraschend spannend, als sich zeigt, dass manche buchstäblich eine Leiche im Keller haben. Zwischen Komik, Tragik und Skurrilität fragt das Stück, ob wir Einblicke in unser Leben geben oder hinter Fassaden leben, die irgendwann zu bröckeln beginnen.

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Schauspiel: Natalie Bauer, Thomas Bauer, Renate Ebermann, Annette Lammer, Alice Rabl, Claudia Rabl, Isabell Riedl, Annemarie Schwarz, Uschi Stöckl und Peter Urschik.

1/6Alles verspielt!
© Theater am Weinberg

Hund, Frau, Mann

Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2013
Palais Kabelwerk, 1120 Wien, 2013

Was, wenn ein Hund sprechen könnte? In Sibylle Bergs grotesk-tragikomischem Stück kommentiert er mit bissiger Ironie das Zwischenmenschliche. Frau und Mann treffen sich zum Blind-Date und nehmen, um Peinlichkeit zu überspielen, einen herrenlosen Hund mit nach Hause. Dieser beobachtet ihre zunehmend verkorkste Beziehung mit scharfem Blick und Wortwitz. Das scheinbar gewöhnliche Zusammenleben steuert auf einen drastischen Höhepunkt zu.

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Schauspiel: Lukas Brenner, Andreas Kolbábek, Christine Kolbábek.

1/6Hund, Frau, Mann
© Theater am Weinberg

stück.werk

Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2013

Eine spanische Gitarre, ein Flügel, Texte von Grillparzer, Lorca und Moliére, Schattentheater, ein Sprechchor – das alles gehört zu dem fröhlichen Puzzlespiel „stück.werk“. Dabei geht es um die großen Themen Liebe, Macht und Tod, aber auch um nervende Mitbürger und Opportunisten – jedenfalls auf vergnügliche Weise, das Ensemble tanzt Tango, spielt musikalische Nummern auf Gitarre und Klavier, singt und rappt. Dazwischen wird auch ein Bein abgesägt.

Schauspiel: Jonathan Achtsnit, Lukas Brenner, Renate Ebermann, Rudolf Hargassner, Annette Lammer, Alice Rabl, Mariana Radu, Isabell Riedl, Annemarie Schwarz, Uschi Stöckl. Technik: Patrick Loschmidt, Felix Ring.

1/6stück.werk
© Theater am Weinberg

Die Eisvögel 

Regie: Gertrude Tartarotti

Neuer Burgsaal Perchtoldsdorf, 2011
Gastspiel beim ATiNÖ-Theaterfestival, 2011

Mit Tine Rahel Völckers Stück betritt das Theater am Weinberg Neuland; in Österreich kaum gespielt. Aus einer Dreiecksbeziehung wird ein Beziehungskrimi ohne Ausweg: Eva und Karl leben idyllisch am See, bis Josi, die sich dort das Leben nehmen will, von Karl gerettet wird und bleibt. Sie klammert sich an die Idylle und zerstört sie. Ein Spiel um Liebe und Macht beginnt, geprägt von Angst, Verrat und Selbstbetrug, das unausweichlich eskaliert.

Schauspiel: Manuel Sefciuc, Uschi Stöckl, Christine Kolbábek. Bühnenbild: Ursula Gaisböck. Technik: Patrick Loschmidt.

1/6Die Eisvögel
© Theater am Weinberg

Shakespeare, röstfrisch

Regie und Dramaturgie: Gertrude Tartarotti

Galerie artP Perchtoldsdorf, 2009

Alles beginnt mit einer Shakespeare-Büste im Kaffeeautomaten: Wer davon trinkt, verwandelt sich in eine Shakespeare-Figur. So verliebt sich eine Putzfrau in Petruccio, ein verhindeter Rockstar wirbt leidenschaftlich, und eine männerfeindliche Sekretärin dreht durch. Die Belegschaft einer Firma gerät in ein turbulentes Spiel durch Shakespeares Werke. In Shakespeare, röstfrisch prüft Tartarotti, ob romantische Ideale auch im nüchternen Alltag Bestand haben.

Schauspiel: Désirée Ackerer, Martin Bauer, Maximilian Biwald, Lukas Brenner, Christine Kolbábek, Ulrike Nemec, Manuel Sefciuc, Uschi Stöckl. Bühnenbild: Elisabeth Winkelhofer. Musik: Maximilian Biwald. Technik: Matthias Barasits, Martin Grabler, Patrick Loschmidt, Felix Ring.

1/5Shakespeare, röstfrisch
©  Theater am Weinberg

Glaube Liebe Hoffnung

Regie: Gertrude Tartarotti und Martin Kotynek

Stationentheater Marktplatz Perchtoldsdorf, 2008

70 Jahre nach Horváths Tod auf den Champs-Élysées zeigt das Theater am Weinberg Glaube Liebe Hoffnung. Besonderheit: Der Perchtoldsdorfer Marktplatz wird zur Bühne. Wehrturm, Pestsäule, Höfe und Keller dienen als Schauplätze. Das Publikum ist mitten im Geschehen und „tanzt“ mit dem Ensemble vom Regenharthaus ins Gemeindeamt, in den Strenningerhof und in den Turm.

Schauspiel: Christine Kolbábek, Andreas Kolbábek, Martin Duda, Marlies Kitzwögerer, Elisabeth Burger, Lukas Brenner, Ulrike Nemec, Matthias Barasits, Felix Ring, Claus Göttfert. Musik: Felix Ring, Andreas Kolbábek, Georg Neugschwandtner. Kostüme: Christine Kolbábek. Technik: Patrick Loschmidt.

1/6Glaube Liebe Hoffnung
© Theater am Weinberg

Spiel’s nochmal, Sam

Regie: Gertrude Tartarotti und Christine Kolbábek

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2007/2008

Allan Felix, schüchtern und voller Komplexe, lebt in Woody Allens Spiel’s nochmal, Sam in New York. Sein Idol: Humphrey Bogart – so cool möchte er sein. Nach der Trennung von seiner Frau flüchtet er in Fantasien und spricht mit Bogart. Doch weder dessen Ratschläge noch die Hilfe seiner Freunde Dick und Linda bringen Erfolg: Allan scheitert an Dates. Linda unterstützt ihn weiter, während ihr Mann Dick ganz in seiner Karriere aufgeht.

Schauspiel: Andreas Kolbábek, Elisabeth Burger, Lukas Rössler, Georg Neugschwandtner, Christine Kolbábek, Agnes Čermak. Technik: Patrick Loschmidt, Georg Neugschwandtner.

1/6Spiel's nochmal, Sam
© Theater am Weinberg

Zum Fressen gern

Regie: Gertrude Tartarotti

Altes Rathaus Perchtoldsdorf, 2006

Grotesk, absurd und komisch sind die Kurzstücke des selten gespielten polnischen Autors Sławomir Mrożek. Seine bissig-witzigen Texte sind knapp, präzise, aufs Wesentliche reduziert, mit scharf überzeichneten Figuren und satirischem Witz. Sie unterhalten und entlarven zugleich. Während das Publikum lacht, geht es für die Figuren ums nackte Überleben: „Fressen und gefressen werden“ zieht sich durch alle vier Stücke – oft wörtlich.

Schauspiel: Martin Bauer, Agnes Čermak, Christine Kolbábek, Elisabeth Winkelhofer, Marlies Kitzwögerer, Lisi Burger, Andreas Kolbábek, Isabell Riedl, Sophie Veßel, Martin Kotynek, Lukas Rössler. Technik: Patrick Loschmidt, Georg Neugschwandtner.

1/5Zum Fressen gern
© Theater am Weinberg

Der gute Mensch von Sezuan

Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 2005

Ist es möglich, gut zu sein, ohne sich selbst zu verlieren? Berthold Brechts Stück stellt den Konflikt zwischen Nächstenliebe und Selbstschutz ins Zentrum: Shen Te wird von den Göttern belohnt, eröffnet einen Tabakladen und will Gutes tun, wird jedoch ausgenützt. Um zu überleben, führt sie ein Doppelspiel, in das sie sich zunehmend verstrickt. Eine komplizierte Liebesgeschichte verschärft die Lage – der innere Konflikt droht sie zu zerreißen.

Schauspiel: Rudolf Hargassner, Martin Kotynek, Stephanie Smoly, Marlies Kitzwögerer, Maximilian Biwald, Lisi Burger, Matthias Suske, Martin Bauer, Uschi Stöckl, Christine Kolbábek, Agnes Čermak, Rafael Klausner, Isabell Riedl, Martin Bauer, Sophie Veßel, Andreas Kolbábek, Elisabeth Winkelhofer. Bühnenbild: Matthias Suske. Musikalische Leitung: Rudolf Hargassner. Technik: Patrick Loschmidt.

1/5Der gute Mensch von Sezuan
© Theater am Weinberg

Am Dachboden

Regie: Gertrude Tartarotti

Altes Rathaus Perchtoldsdorf, 2005

Am Dachboden ist ein Wühlstück: In Kisten voller alter und neuer Dinge wird gestöbert, gelesen, geträumt – das Publikum macht mit. Krimskrams und Bücher erwachen zum Leben, große Themen wie Gedankenfreiheit, Liebe und Glück tauchen auf. In diesem Reigen erscheinen Figuren wie Marquis Posa, Marie Curie, Ibsens Nora und Shakespeares Julia. Zwischen Frühstück und Bad stellt sich plötzlich die Frage: Liegt da ein Toter?

Schauspiel: Martin Bauer, Maximilian Biwald, Lisi Burger, Agnes Čermak, Marlies Kitzwögerer, Christine Kolbábek, Martin Kotynek, Katharina Riss, Lukas Rössler, Sophie Veßel. Technik: Patrick Loschmidt.

1/5Am Dachboden
© Theater am Weinberg

Mandragola

Regie: Gertrude Tartarotti

Rüstkammer der Burg Perchtoldsdorf, 1999

Mandragola von Niccolò Machiavelli erzählt von Callimaco, der die schöne, tugendhafte Lucrezia begehrt. Mit Hilfe des listigen Ligurio täuscht er ihren Ehemann Nicia: Ein Liebhaber müsse sterben, um sie fruchtbar zu machen. Nicia willigt ein – und Callimaco erreicht sein Ziel. Die Komödie entlarvt Moral, Gier und Täuschung.

1/4Mandragola
© Theater am Weinberg

Leonce und Lena

Regie: Gertrude Tartarotti

Festsaal der Burg Perchtoldsdorf, 1998

Prinz Leonce flieht vor einer arrangierten Hochzeit, Prinzessin Lena ebenso. Zufällig begegnen sie sich unerkannt, verlieben sich und kehren maskiert zurück. Ohne es zu wissen, heiraten sie einander. Die Komödie von Georg Büchner verspottet Langeweile, Zwang und die Absurdität höfischer Ordnung.

1/6Leonce und Lena
© Theater am Weinberg

Die Stühle mit Weinberg Sonatine

Regie: Gertrude Tartarotti

Altes Rathaus Perchtoldsdorf, 1997

Ein altes Paar bereitet eine große Botschaft für die Menschheit vor. Sie laden unsichtbare Gäste ein, stellen immer mehr Stühle auf und warten auf den Redner. Als dieser erscheint, bleibt er stumm – die ersehnte Wahrheit bleibt ungesagt. Eine tragikomische Parabel von Eugène Ionesco über Sinnsuche, Leere und Kommunikation.

Maß für Maß

Regie: Gertrude Tartarotti

Rüstkammer der Burg Perchtoldsdorf, 1996

Herzog Vincentio überlässt Angelo die strenge Rechtsprechung. Dieser verurteilt Claudio zum Tode, bietet dessen Schwester Isabella aber Begnadigung gegen sexuelle Gefälligkeit an. Der Herzog greift verkleidet ein. Das Stück von William Shakespeare zeigt Machtmissbrauch, Heuchelei und die schwierige Balance zwischen Gerechtigkeit und Moral.

1/4Maß für Maß
© Theater am Weinberg